Edgar Reitz erhält Kulturgroschen 2009 des Deutschen Kulturrates

Berlin, den 17.12.2008. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, zeichnet den Filmemacher Prof. Dr. h.c. Edgar Reitz mit dem Kulturgroschen 2009 aus. Damit wird das herausragende künstlerische und kulturpolitische Engagement von Prof. Dr. h.c. Edgar Reitz gewürdigt. Der Kulturgroschen wird seit 1992 verliehen und ist die höchste Auszeichnung, die der Deutsche Kulturrat für kulturpolitisches und kulturelles Engagements verleiht.
 
Zusammen mit anderen Filmemachern trat Edgar Reitz Anfang der 60er Jahre mit dem Oberhausener Manifest unter dem Motto „Papas Kino ist tot“ für einen neuen Film ein. Der in der Nachfolge entstehende „Neue Deutsche Film“ veränderte die deutsche Filmlandschaft nachhaltig. Neben seiner Tätigkeit als Filmemacher ist Reitz als Hochschullehrer tätig.
 
In seiner Trilogie „Heimat“ (1980-2004) setzt sich Reitz mit der deutschen Geschichte am Beispiel einer Familie im Hunsrück auseinander. Reitz entwickelt dafür eine eigene Filmsprache. Seine Trilogie Heimat ist ein ausgezeichnetes Beispiel der künstlerischen Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte vom Ende des 1. Weltkriegs bis zur Jahrtausendwende.
 
Die Verleihung des Kulturgroschens findet am 30. September 2009 in Berlin statt.
 
Bisherige Preisträger des Kulturgroschens des Deutschen Kulturrates waren:
Ministerialdirigent Dr. Sieghart von Köckritz, Abteilungsleiter Kultur im Bundesministerium des Innern (1992); Dr. Regine Hildebrandt, Ministerin für Arbeit und Soziales des Landes Brandenburg (1993); Colette Flesch, Generaldirektorin der Generaldirektion Kultur und Bildung der EU-Kommission (1994); 3 sat (1995); Ruhrfestspiele Recklinghausen (1996); Hannelore Jouly, Direktorin der Stadtbibliothek Stuttgart (1997); Dr. Klaus Maurice, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder (1998); Klaus Staeck (1999); Bundestagspräsidentin a.D. Prof. Dr. Rita Süssmuth (2000); Dr. Bernhard Freiherr von Loeffelholz (2002); William Forsythe, Ballett Frankfurt (2003), Bundespräsident a.D. Dr. h.c. Johannes Rau (2005), Daniel Barenboim (2006), Fritz Pleitgen (2007), Prof. Dr. h.c. Klaus-Dieter Lehmann (2008).